Falsche Briefwahlunterlagen: Kölner OB-Wahl wird jetzt durch Streichhölzerziehen entschieden | Rheinische Tagespost

Falsche Briefwahlunterlagen: Kölner OB-Wahl wird jetzt durch Streichhölzerziehen entschieden

matches-484182_640Köln – Eigentlich sollten die Kölner am 18. Oktober endlich einen neuen Oberbürgermeister wählen. Doch wegen falscher Briefwahlunterlagen muss möglicherweise auch diese Wahl verschoben werden, berichtet der EXPRESS. Der unendliche Wahlknatsch in Köln!

Doch jetzt gibt es offenbar eine Wende. Der Landeswahlleiter Götz Ledenbroich (54) erklärte jetzt schriftlich auf Anfrage der Rheinischen Tagespost: „Wegen der andauernden Querelen und nach Absprache mit der Landesregierung und den Wahlleitern vor Ort kommt nun ein seit Jahrhunderten bewährtes Wahlverfahren zum Einsatz.“

Denn: Die Kölner Wahlordnung von 1667 lässt es offenbar zu, „den Ersten Herren des Rates auch durch das Ziehen von Streichhölzern zu erwählen.“ Sprich: Statt dass 400 000 Kölner irgendwann doch einmal an die Urnen dürften und sich die Kölner Stadtverwaltung weitere Male blamieren könnte, versammeln sich die Kandidaten „am zwülften des zwülften Monats um Zwülf“ auf dem Roncalliplatz, um im Schatten des Kölner Doms Streichhölzer zu ziehen. Der Kandidat mit dem Längsten erhält dann den Posten das Ratsherrenvorsitz, sprich, des Bürgermeisters.

Ledenbroich hält das für die beste Lösung: „Wir glauben nicht, dass sich irgendwer daran stört, wie man in der Domstadt seinen Oberbürgermeister wählt. In Köln macht es sowieso keinen Unterschied, wer Oberbürgermeister ist, und der Knatsch um Wahlzettel schadet doch nur dem Ansehen der Demokratie.“

Foto: Pixabay / CC0 Public Domain
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