Besserer Sicht und Wirtschaftlichkeit: Dom soll nach Deutz versetzt werden | Rheinische Tagespost

Besserer Sicht und Wirtschaftlichkeit: Dom soll nach Deutz versetzt werden

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rheinboulevard_mit_Freitreppe_in_K%C3%B6ln-Deutz_nach_Teiler%C3%B6ffnung-8238.jpg

Köln – Der Dom muss verlegt werden: Die Kathedrale soll von ihrem bisherigen Standort nahe des Bahnhofs auf die Schäl Sick wandern. Die Rheinische Tagespost hat erfahren: Eine politische Mehrheit hat sich auf den neuen Standort nahe des Deutzer Bahnhofs verständigt.

Der Dom soll demnach abgebaut und zwischen Mindener Straße und Rheinufer, nahe der Abtei Deutz und des Landschaftverbands Rheinland, originalgetreu aufgebaut werden. Testweise soll bereits die Kreuzblume vom Domvorplatz in die Nähe verlegt werden. Wochenlang hatten Politiker und Vertreter der Stadtverwaltung sich beraten und einige Vorschläge angeschaut.

Der Grund: „Am Platz direkt am Bahnhof behindert der Dom die Besucherströme zu der Einkaufsmeile an der Hohe Straße“, erklärt Stadtplanungsdezernent Rolf Meier (61). Immer wieder hätten sich Geschäfte beschwert, dass Kunden nicht schnell genug vom Bahnhof in die Innenstadt gelangen konnten. Auch einige Hotels nahe des Bahnhofs seien empört gewesen, behindere der Dom doch die Sicht auf den Rhein und auf Deutz. Zudem könnte die große Fläche am Bahnhof dann als Baufläche genutzt werden.  Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch eine Studie der Agentur „EcoFirst“.

Rheinboulevard mit Freitreppe in Köln-Deutz nach TeileröffnungDoch trotz der Querelen hatte es die Stadtverwaltung es rund ein Jahr lang nicht geschafft, einen geeigneten neuen Standort zu finden – bis die Politik endlich Druck machte. Sogar ein Abriss wurde ins Spiel gebracht. Mehrere Standort-Varianten in der Innenstadt wurden geprüft und wieder verworfen. „In der Kölner Innenstadt gibt es einfach keinen wirtschaftlich vertretbaren Platz für eine so große Kirche“, erklärt Meier.

Mit solchen Problemen wäre es in Deutz vorbei! „Und Deutz ist schließlich auch Köln, der Dom bleibt also in Köln“, so Meier. Zudem würde er dort besser Wirken und auch den Rheinboulevard aufwerten. Die Kosten einer so sinnvollen Umsetzung, so heißt es bei der Stadtverwaltung, hielten sich in Grenzen. Kostensteigerungen seien sicherheitshalber bereits eingeplant. Man hoffe, ein solches Projekt innerhalb weniger Monate durchzuziehen. „Wir haben mit Großbauprojekten bislang keine größeren Schwierigkeiten gehabt“, heißt es auf Anfrage der Rheinischen Tagespost.

Bild: Montage, Ursprungsfoto von © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

 

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