Bundesamt setzt Zertifizierung für Internet-Trolle aus | Rheinische Tagespost

Bundesamt setzt Zertifizierung für Internet-Trolle aus

Bonn – Das Bundesamt für Magische Wesen (BafMW) zieht die Reißleine: Ab sofort wird die Zertifizierung für Trolle, insbesondere für deren Cyber-Unterart „Internettrolle“ (​​Troglodytarum Cyberiarum) ausgesetzt. Auch alle bisher verteilten Zertifikate werden für ungültig erklärt, stellt Ministeriumssprecher Roland Krenfeld auf der Bundespressekonferenz am Freitag ein. Seit Juni 2012 ist man für die Zertifizierung von witzigen Onlinekommentatoren, insbesondere Internet-Trolle, bundesweit zuständig.

„Wir haben uns für den harten Schritt entschieden, weil derzeit viele Trolle ohne oder mit gefälschten Zertifikaten unterwegs sind. Sie müllen Foren und soziale Medien mit dummen, einfallslosen und unpassenden Kommentaren zu, ohne jemals als Netztroll geschult und zertifiziert worden zu sein. Sie halten sich an keinen Kodex, haben keinen Humor und keine Ahnung und bringen nicht nur die Cybertrolle, sondern die ganze Spezies der Trolle in Verruf.“

Folglich bedeutet dies: Alle Trolle dürfen ab sofort nur noch mit Klarnamen im Netz agieren. Wer dies nicht tut, dem winken harte Strafen, so Krenfeld: „Wer ab dem 10. Dezember anonym oder unter falschem Namen dummen, ungeprüften Schund in kaum lesbarer Schreibweise von sich gibt, kann strafrechtlich verfolgt werden.“ Laut Strafkatalog winken Arbeitsstrafen in den Minen von Moria von bis zu 5 Jahren. Experten zufolge war bislang nur jeder zehnte Troll zertifiziert.

Wie lange dieser Klarnamenzwang für Trolle bestehen bleibt ist noch unklar. Offenbar arbeitet man im Ministerium fieberhaft an einer neuen Zertifizierung, inklusive einer runderneuerten Ausbilung. Bislang war ein zweiwöchiger Grundlagenkurs nötig. „Wir müssen verstärkt darauf achten, welche Werte Trolle haben sollen. Nur so können wir die Gattung der Trolle davor retten, weltweit geächtet zu werden.“

 

 

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