Wegen schlechtem Vorweihnachtsgeschäft und Parksituation: Weihnachten wird um 10 Tage verschoben | Rheinische Tagespost

Wegen schlechtem Vorweihnachtsgeschäft und Parksituation: Weihnachten wird um 10 Tage verschoben

IMG_8787Bonn – Gute Nachrichten für alle gestressten Weihnachtseinkäufer und Geschäftsinhaber in Bonn: Sie haben jetzt zehn Tage länger Zeit, um Geschenke zu kaufen. Das gaben heute die IHK, Stadtmarketing und Stadt gemeinsam auf einer Pressekonferenz bekannt. Weihnachten findet demnach am 3. Januar statt.

Grund für diese Entscheidung: Das Weihnachtsgeschäft lief bislang eher schleppend und blieb hinter den Erwartungen zurück. Auch die Weihnachtsmarktbudenbetreiber hatten in diesem Jahr deutlich weniger Umsatz zu verzeichnen. „Es wäre für viele Geschäftsinhaber ein schlechter Start ins neue Jahr, für einige sogar tödlich, wenn es nicht noch einen kleinen Ansturm auf die Geschäfte geben würde“, so Jochem Dreesen vom Stadtmarketing Bonn. „Zudem können viele Familienstreitigkeiten unter dem Weihnachtsbaum wegen falscher oder keiner Geschenke abgewendet werden.

Ursache für das miese Geschäft könnten Experten zufolge das zu warme Wetter sein. Wirtschafts- und Verkehrsexperte Rolf Hobern von der Uni Bochum, der als Berater der Stadt den Sachverhalt analysierte, erklärt. „Bei zu hohen Temperaturen kommt einfach keine Shoppinglaune auf. Viele merken gar nicht, dass es nicht mehr Oktober, sondern bereits kurz vor Weihnachten ist. Und diese Verzögerung kann man kaum aufholen, wenn man nicht noch weitere Tage zur Verfügung hat“

Hinzu kommen hausgemachte Probleme: „Die, die vor allem am Wochenende in die Innenstadt kamen um einzukaufen, fanden oftmals keinen Parkplatz oder steckten im Stau fest…“, urteilt Hobern. Denn in Bonn sind derzeit mehrere Parkhäuser wegen Sanierungsmaßnahmen gesperrt, zudem ist das Verkehrskonzept nicht auf so viele Autos ausgelegt. „Statt gemütlichem Shoppen gab es Staus und Stress!“

Viele Geschäftsinhaber sind begeistert. Resha Dreifen, die einen alteingesessenen Gemischtwarenladen in der Wenzelgasse betreibt, freut sich: „Wir dachten schon, dass es dieses Jahr nichts mehr wird mit dem Umsatz im Dezember. Aber vielleicht kommen die Leute ja jetzt, wenn sie wissen, dass sie nur noch zehn Tage Zeit haben.“

Durch die Verlängerung der Vorweihnachtszeit verschieben sich übrigens auch weitere Termine: So findet Silvester dementsprechend erst am 10. Januar statt – und Rosenmontag am 18. Februar. Beim Bonner Karneval nimmt man die Entscheidung gelassen. „Et kütt, wie et kütt. Und damit haben die Jecken auch eine etwas längere Session zur Verfügung, können die Termine besser verteilt werden,“ freut sich Rolf Reber, stellvertretender Sprecher des Bonner Karnevals.

 

 

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