Bei Test in Köln: Wasserbusse stehen am Rhein stundenlang im Stau | Rheinische Tagespost

Bei Test in Köln: Wasserbusse stehen am Rhein stundenlang im Stau

budapest-429708_640Köln – Rückschlag für das Projekt der Kölner Wasserbusse. Bei einem Test mit zwei Amphibienfahrzeugen am Samstagmittag brach für Stunden der Verkehr auf dem Rhein zusammen. Bis nach Bonn und Leverkusen stauten sich Schiffe zurück.

Warum es zu dem plötzlichen Stau auf dem Rhein kam, ist noch unklar. „Es war wie immer in Köln“, berichtet Projektleiter Holger Zienkewicz deprimiert.

„Eigentlich schien die Wasserstraße frei und der Verkehr normal. Doch als ein Bus plötzlich wegen eines kreuzenden Wasserskifahrers bremsen musste, kam es zu Verzögerungen. In Folge brach nach und nach der gesamte Verkehr zusammen. An der Haltestelle in Deutz am Rheinboulevard warteten stundenlang mehrere Dutzend Testgäste, andere steckten in den beiden Amphibienfahrzeugen fest.

Der Test musste abgebrochen werden. Erst in den späten Abendstunden normalisierte sich das Chaos auf deutschlands meistbefahrener Schifffahrtsstraße. Jetzt muss nachjustiert werden.

Möglicherweise könnte es eine Vorrangregelung für Wasserbusse, etwa durch Ampelschaltungen  oder spezielle Spuren, geben. „Klar, sowas hätte man auch schon längst für den Nahverkehr auf Land machen können“, so der Projektleiter. Aber das sei ja politisch kaum durchzusetzen, weshalb man jetzt auf den Rhein ausweiche.

Er fügt hinzu: „Das Projekt hat gezeigt, dass Wasserbusse alleine das Stauproblem nicht lösen können“, so Zienkewicz. „Wir überlegen jetzt, die Wasserbusse durch drohnengesteuerte Lufttaxis zu unterstützen.“

Denn nur durch Nutzung noch freier Wege auf Wasser und in der Luft ließe sich der notorisch unpünktliche Nahverkehr in Köln verbessern, ohne dass man etwas an der Gesamtverkehrssituation auf den Kölner Straßen ändern müsse, so Zienkewicz.

 

Foto: Pixabay / Rajta / CC0

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