Testlauf: Schlüsselringe in der Düsseldorfer Altstadt für Bedürftige | Rheinische Tagespost

Testlauf: Schlüsselringe in der Düsseldorfer Altstadt für Bedürftige

Düsseldorf – Armut ist auch in Düsseldorf ein Problem. Dort tauchten seit kurzem Menschen auf, die Mülleimer nach Wertgegenständen durchsuchen. Damit Sammler nicht in die Abfallbehälter greifen müssen, hat die Stadt jetzt reagiert: Und führt im Rahmen eines Testprojekts sogenannte „Schlüsselringe“ an 24 öffentlichen Mülleimern ein.

Düsseldorfer können dort Schlüssel von Dingen aufhängen, die sie nicht mehr brauchen, statt sie einfach in den Müll zu werfen: Den Drittporsche, die Zweitwohnung, zum geheimen Schweizer Bankkonto.

Viele Düsseldorfer sind regelrecht begeistert. „Bisher habe ich meine alten Karren immer aufwendig über die Porsche-Filiale verkauft“, erklärt Jochen Friedl (55) aus seinem Zweit-Domizil in St. Tropez. Das neue Verfahren sei deutlich nervenschonender.

Ähnliche Modelle gab es auch in Köln. Dort konnten Menschen ihre Pfandflaschen abstellen, statt sie in die Tonne zu werfen. Das Projekt scheiterte allerdings. Ähnlich sieht es auch in der Landeshauptstadt aus.

Viele Düsseldorfer hatten versehentlich ihre Moët-Flaschen hineingestellt. „Dabei haben die doch gar kein Pfand“, erklärt Projektleiter Rudolf Raderschall von den Düsseldorfer Abfallentsorgungswerken.

Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

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