Neues Sanierungskonzept: Bonn hofft, dass Kita-Streik noch Monate andauert | Rheinische Tagespost

Neues Sanierungskonzept: Bonn hofft, dass Kita-Streik noch Monate andauert

Foto: Richard Huber / Wikipedia, CC BY-SA 3.0 http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Warnstreik.jpg

Nahezu alle Bonner Kiten sind dicht. Foto: „Warnstreik“, Richard Huber / Wikipedia  CC BY-SA 3.0 DE

Millardenschulden, Millionenausgaben: Der finanzielle Misere lastet schwer auf den Schultern der Stadt. Doch es gibt Hoffnung! Auf der gestrigen Sitzung des Finanzausschuss gab der Bonner Stadtkämmerer sein neues Sanierungskonzept bekannt.

Und das habe sich von selbst ergeben: Offenbar spart die Stadt plötzlich Geld. „Bisher riss die Kinderbetreuung hohe Kosten ins Stadtsäckel. Wir konnten die Ausgaben dafür durch strategische Maßnahmen stark senken, machen inzwischen sogar Gewinn!“

Der Grund dafür: Rund hundert Erzieher haben offenbar bei der Stadt Anträge auf unbezahlten Urlaub ab 8. Mai zwecks freiwilliger Fortbildungsmaßnahmen eingereicht. Die fanden unter anderem in Düsseldorf statt, beinhalten aber auch Tagesausflüge nach Köln oder Bonn. Die Eltern unterstützen die Maßnahmen finanziell. Inhalt der Fortbildungsmaßnahmen ist auch eine engere Vernetzung zwischen Stadt, Kita-Mitarbeiter und Kinder, darunter vergangene Woche im Alten Rathaus.

Für die Stadt hat das positive Auswirkungen. Experten vermuten, dass sie so monatlich mindestens 200 000 Euro einspart. Seitens der Stadt hofft man daher, dass der Streik noch ein paar Monate andauere. „Wenn es so weiter geht, sind wir in einigen Jahrzehnten schuldenfrei.“

Auch seitens des Rats begrüßt man die sprudelnden Einnahmen. „Wir sollten allerdings mehr in die Zukunft der Stadt investieren“, erklärt ein Ratsmitglied auf Anfrage der Rheinischen Tagespost, „endlich können wir das Festspielhaus bezahlen.“

 

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