A 560-Sperrung: Neues Parkkonzept entlastet Bundesstadt | Rheinische Tagespost

A 560-Sperrung: Neues Parkkonzept entlastet Bundesstadt

Neues Parkkonzept wird erprobt. Foto: Alexander Blum (www.alexanderblum.de)

Neues Parkkonzept läuft bei Troisdorf.
Foto: Alexander Blum (www.alexanderblum.de)

Bonn – Tolle Idee für Pendler! Seit dem 5. Juli ist der Großraumparkplatz B 56 zwischen Siegburg und Pützchen in Betrieb. Autofahrer können dort ihren Wagen abstellen, statt in der Bonner Innenstadt nach einem Abstellplatz zu suchen.

Die ersten Ergebnisse des zweiwöchigen Tests scheinen vielversprechend: Deutlich weniger Autos fuhren zu den morgendlichen Stoßzeiten in die Bundesstadt, kamen oft erst nachmittags an. „Wir konnten den Verkehr in Richtung Bonn so deutlich entzerren“, so ein Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW. Das Konzept, bei dem die A 560 für zwei Wochen gesperrt wird, sei somit in Grundzügen aufgegangen. Auch in Bonn ist man über das Ergebnis in Grundzügen zufrieden offenbar.

Doch es gibt auch Probleme, Pendler klagen über lange Staus. „Motzer gibt’s ja immer. Leider haben viele Pendler unsere Idee trotz unserer intensiven Medienkampagne durch Aushänge im Verkehrsministerium nicht verstanden“, gibt der Sprecher zu. Weiterhin würden die Autofahrer mit den Wagen über die B 56 zuckeln, sogar durch die Troisdorfer Innenstadt ausweichen. „Statt zu halten, auszusteigen und auf andere Verkehrsmittel umzusteigen, stehen die lieber für Stunden im Stau.“

Kein Wunder: Denn Umsteigen können die Autofahrer noch nicht, wegen des frühen Ferienbeginns gibt es noch kleine Probleme bei der Umsetzungen des Konzepts. „Der Shuttlebus konnte bislang noch nicht eingerichtet werden, auch beim Fahrradleihsystem gab es Installationsprobleme. Spätestens in drei Wochen sollen die allerdings gelöst sein“, gibt der Sprecher kleinlaut zu. „Das ist zwar erst nach dem offiziellen Testende, aber wir brauchen sowieso länger.“

Um das Konzept jetzt noch besser zu erklären, würden an den Abfahrten zur B 56 und in der Troisdorfer Innenstadt nun großflächige elektronische Hinweistafeln angebracht, auf denen abwechselnd Informationen zum Konzept und  lustige Katzenvideos laufen. „Die Leute haben ja genügend Zeit zu lesen, wenn sie ihre Parkbucht suchen, und dank der Videos kommen sie viel entspannter gegen 12 Uhr auf der Arbeit an.“

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.