Kölner Ringe: Neue Messtechnik sorgt für bessere Finishing-Fotos | Rheinische Tagespost

Kölner Ringe: Neue Messtechnik sorgt für bessere Finishing-Fotos

Neue Messanlagen sorgen für bessere Ergebnisse  Foto: (c) Kandschwar / CC-BY-SA 3.0 via Wikipedia

Neue Messanlagen sorgen
für bessere Ergebnisse
Foto: (c) Kandschwar
/ CC-BY-SA 3.0 via Wikipedia

Köln – Röhrende Schlitten, heiße Mädchen und glühende Motorhauben: Die regelmäßigen Rennwochenenden an der „Kölner Hölle“, den Ringen der Domstadt, sorgen deutschlandweit für Aufsehen. Doch Teilnehmer kritisieren seit langem die schlechten Messanlagen.

„Klar geht das irgendwie Pi mal Daumen“, so Bahattin Kemerci (23), der fast an jedem Wochenende mit seinem roten Audi R8 über die Straßen brettert. „Aber wenn es dann um die Hundertstel Sekunde geht, die wir auf den 100 Metern zwischen Ampel und Ampel zurücklegen, wird es schwierig.“ Deshalb würden immer mehr Streetracer auch abwandern wollen. „Der Treff am Tanzbrunnen ist schon deutlich leerer als noch vor Monaten. Aber die Stadt hat kein Herz für uns Rennfahrer, ey.“

Jetzt hat der Kölner Rat doch ein Einsehen. So forderte die Kölner CDU festinstallierte Messanlagen zwischen Bastei und Ubierring. Auch Motorradfahrer sollen in den Genuss von Fotos kommen. „Da meist nur von vorne geblitzt wird, gingen die Zweiradhelden bislang leer aus. Das soll sich ändern“, teilt der Sprecher mit.

Kemerci, der sich selbst „der geilste Stecher von Köln, schwöre!“ nennt, glaubt nicht, dass das reicht. „Wir würden ja gerne auch professioneller fahren. Leider steht man auch nachts oft im zähen Verkehr fest. Überall sind Autos unterwegs, eine grüne Welle gibt es auch nicht.“ Messanlagen alleien würden nicht reichen. „Will Köln attraktiver für Autofahrer werden, braucht man eine neue Verkehrspolitik.“

Das sehen auch Experten so: „Ohne ernsthafte gestalterische Mittel in diesem Bereich der Stadt werden auch die Kästen nicht viel bringen.“ Vielmehr müssten Kontrollen vor Ort eingerichtet werden, müssten Ordnungskräfte vor Ort für einen besseren Ablauf sorgen. „Doch das ist zu teuer“.

Immerhin Kemerici freut sich auf die Ziel-Fotos. Angst vor Fahrverboten hat er sowieso nicht. „Auto gehört meinem Bruder, der ist im Ausland, und einen Führerschein habe ich schon lange nicht mehr.“ Aber solange die blau-weißen Rennleiter in ihren Safety-Cars nicht regelmäßiger die Teilnahmeerlaubnis kontrolliere, sieht er keine Probleme.

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