Endlich Zweispurig: Tüftler findet Lösung für Kennedybrücken-Staus | Rheinische Tagespost

Endlich Zweispurig: Tüftler findet Lösung für Kennedybrücken-Staus

Einspurige Staus auf der Kennedybrücke

Bald vorbei: einspurige Staus auf der Kennedybrücke.

Bonn – Seit ihrer Sanierung ist die Kennedybrücke ein Ärgernis: Denn von zwei blieb nur eine überbreite Spur (4,75m) übrig. Für den Beueler Vize-Bürgermeister Ralf Laubenthal ein Ärgernis! Für ihn ist die Brücke nahezu einer der größten Staupunkte NRWs – weil sich niemand dort traue, zweispurig zu fahren. Doch lange kam er nicht auf die Lösung.

Jetzt scheint diese Lösung für Bonns größtes Stauproblem aber in greifbarer Nähe zu sein: „Es ist doch ganz einfach: Wenn die Leute sich nicht trauen, muss man sie eben schulen“, erklärt er. Deshalb soll es Fortbildungskurse im Nebeneinanderfahren geben. Nur wer das fünftägige Fahrsicherheitstraining „BonnerBrückenKunde“, das in Kooperation mit dem ADAC stattfindet, besteht, darf die Brücke bei Stau passieren. „Alle anderen müssen eben auf die anderen Rheinqueren oder die Fähren ausweichen“, so Laubenthal. Diese Maßnahme würde den Verkehr vor und nach der Brücke deutlich entzerren und Staus auf und vor der Brücke verhindern.

Alternativ gäbe es auch die Möglichkeit, sich hinter eines der Führungsfahrzeuge des Ordnungsamts zu setzen. Diese stehen in Wartepositionen an der Von-Sandt Straße und der Operngasse bereit. Sammeln sich genug Fahrzeuge dahinter, biegen sie auf die Brückenspur ein.

Für ihn ist klar, dass nur das Ordnungsamt die Kontrolle in Kooperation mit der Bonner Polizei durchführen könne. „Das muss einfach sein, damit man endlich wieder nebeneinander über die Brücke kommt.  Wer kein Brückentraining absolviert hat, hat einfach nicht genug Können für die Kennedybrücke“, so Laubenthal. Er hat jetzt in der Bezirksvertretung einen Antrag gestellt.

Zwar entstünden die Staus schon lange vorher, bedingt durch die seit Jahren antiquierten Ampelschaltung  in Bonn und eine veraltete Verkehrskonzeption aus den 70ern , die ohne grüne Welle, Leitsysteme und Leitspuren auskommt. Dieses Problem möchte Laubenthal aber erst nach der Lösung der Spurproblematik angehen.

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