Endlich sicher: Mehr Polizei sorgt in Godesberg für Ordnung | Rheinische Tagespost

Endlich sicher: Mehr Polizei sorgt in Godesberg für Ordnung

Bad Godesberg – Von wegen unsicher! Seit zwei Wochen verstärkt der Polizeiobermeister Peter Reck (39) die Godesberger Polizeitruppe – und seitdem scheint es im Brennpunkt Godesberg deutlich besser zu laufen. „Die Zahl an Raubüberfällen, Morden, Messerstechereien und Diebstählen ist jedenfalls stark zurückgegangen“, weiß Reck. Ob die bessere Sicherheitslage an ihm alleine liegt, mag er nicht behaupten. „Ich denke, es liegt an unserem Auftreten und unserem neuen Präsenz- und Interventionskonzept.

Anonyme Berichte, dass andere Polizisten aus Angst vor vermeintlich gefährlichen Einsätzen in Bad Godesberg den Dienst verweigern, hält er für maßlos übertrieben. „Hier ist nichts brenzlig. Seit den zwei Wochen, die ich in Godesberg Dienst habe, war kein Augenblick anders als in anderen Stadtteilen. Weder am Tag noch in der Nacht ist Bad Godesberg zu gefährlich für uns. Da können sie auch die Einsatzhundertschaften, die mir wie jedem anderen patroullierenden Polizisten in Godesberg als Begleitung zugeteilt worden sind, fragen. Auch von denen hat keiner kritische Momente erlebt.“

Immer dabei: Der Wasserwerfer

Immer dabei: Der Wasserwerfer

Zwar schien es einmal „etwas brenzliger zu werden“, so der Polizeiobermeister. „Ich und mein Kollege fuhren gerade zu einem nächtlichen Präsenz- und Interventionseinsatz, in Begleitung eines Wasserwerfer WAWE 10000 und unserer persönlichen zwei Hundertschaften „, berichtet Reck.

„Da stießen wir auf die marodierende Jugendbande, die sich gerade ein paar Molotow-Cocktails bastelte und Anwohner bedrohte. Doch dank unseres Sicherheitskonzepts konnten wir den klatschnassen 12-Jährigen einen Platzverweis erteilen und deeskalierend auf sie einwirken“. Eine Gefahr für ihn oder seinen Kollegen hätte nicht bestanden. „Klar, der WAWE hat ein paar Lackschäden. Aber man kann sich gut dahinter verschanzen. Wer behauptet, dass die Arbeit in Bad Godesberg zu gefährlich sei, hat entweder den falschen Beruf oder zu wenig Kollegen angefordert.“

Viele Anwohner sind dennoch nicht vollends überzeugt – und sehen durch das ständige Lalülala zudem das einst schöne und ruhige Godesberg noch mehr gefährdet. „Seit die Hunderschaften mit ihren Mannschaftsbussen in der Innenstadt parken, kommt man mit dem Auto nirgends mehr hin“, erklärt Juppi Becker (54). Zudem würden die Wasserwerfer immer die Radwege blockieren. Einmal sei er schon fast von einem überfahren worden, als dieser mit Blaulicht zum nächsten Deeskalationseinsatz fuhr. Becker fordert: „Wir müssen uns endlich darum kümmern, dass Godesberg sicher wird. Bis dahin sollte man die Parkplatzsituation für Wasserwerfer verbessern.“ Er fürchtet, dass Godesberg sonst wegen solcher Vorfälle noch schlechter in den Medien wegkomme.

 

Fotos: Pixabay, CC0, fantareis, cocoparisienne

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